Was sich geändert hat
- Veröffentlichung aktualisierter Aufsichtsrichtlinien für den verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz auf der Grundlage von Tests in der GenAI-Sandbox.
- Lancierung eines gemeinsamen Projekts für eine Plattform zum Austausch von KI-Trainingsdaten mit Cyberport und der University of Hong Kong mit Fokus auf Datenqualitätssicherung.
- Beginn von Tests in der GenA.I. Sandbox++ und Erarbeitung eines Diskussionspapiers für ein vorgeschlagenes Aufsichtsrahmenwerk für agentische KI, das Register, Rechenschaftspflicht und Interventionsmechanismen umfasst.
Am 15. Oktober 2026 gab die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) die Einführung des «ART»-Rahmenwerks bekannt, um den verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im gesamten Bankensektor der Sonderverwaltungsregion Hongkong zu unterstützen. Das im Rahmen der «Fintech 2030»-Strategie der HKMA angesiedelte Rahmenwerk basiert auf drei Kernprinzipien: Rechenschaftspflicht (Accountability), Widerstandsfähigkeit (Resilience) und Vertrauen (Trust).
Die Initiative soll Banken dabei unterstützen, die Möglichkeiten der KI zu nutzen und gleichzeitig eine solide Governance sowie operationelle Widerstandsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Zu den wichtigsten Initiativen im Rahmen des ART-Rahmenwerks gehören:
1. Aufsichtsrichtlinien: Die HKMA hat ihre neuesten Aufsichtsrichtlinien für den verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz veröffentlicht, die auf praktischen Erkenntnissen aus den technischen Tests im Rahmen der zweiten Kohorte der Generative AI (GenAI) Sandbox basieren.
2. Datenplattform: In Partnerschaft mit der Hong Kong Cyberport Management Company Limited (Cyberport) und der University of Hong Kong entwickelt die HKMA eine Plattform zum Austausch von KI-Trainingsdaten, bei der Datenqualitätssicherung ein zentrales Konstruktionsprinzip ist.
3. Aufsicht über agentische KI: Die HKMA leitet weitere Tests von Anwendungen agentischer KI über die GenA.I. Sandbox++ ein und bereitet ein Diskussionspapier zu einem vorgeschlagenen Aufsichtsrahmenwerk für die Governance agentischer KI vor. Dieses Papier wird absichtsbezogene Rechenschaftspflicht, ein Register für wesentliche KI-Agenten sowie wirksame Interventionsmechanismen behandeln.
Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des zweitägigen Forums «Finance+A.I.» am 15. und 16. Oktober 2026, das gemeinsam von der HKMA und Cyberport veranstaltet wurde. Das Forum markierte den Abschluss der Tests unter der zweiten Kohorte der GenAI-Sandbox, bei denen über 60 Prozent der untersuchten Anwendungsfälle agentische KI-Anwendungen betrafen, die zu mehrstufiger Aufgabenplanung und -ausführung innerhalb vorgegebener Kontrollen fähig sind.
Der stellvertretende Leiter der HKMA, Herr Arthur Yuen, stellte fest, dass die Entwicklung hin zu agentischer KI eine neue Phase der Bankeninnovation markiert. Das ART-Rahmenwerk soll Finanzinstituten eine klare Struktur bieten, um Innovationen mit menschlicher Aufsicht und verantwortungsvollen Betriebsmodellen zu kombinieren.
Wer betroffen sein kann
Banken, zugelassene Finanzinstitute, Fintech-Entwickler und KI-Lösungsanbieter, die im Bankensektor der Sonderverwaltungsregion Hongkong tätig sind oder mit diesem partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Grenzüberschreitender Kontext
Relevant für internationale Finanzinstitute und Technologieanbieter in Festlandchina, der EU, der Schweiz und weltweit, die KI-Modelle oder betriebliche Arbeitsabläufe für Banken in der Sonderverwaltungsregion Hongkong bereitstellen.
Was als Nächstes zu prüfen ist
- Veröffentlichung des bevorstehenden HKMA-Diskussionspapiers über das vorgeschlagene Aufsichtsrahmenwerk für die Governance agentischer KI.
- Veröffentlichung von Details zu den betrieblichen Richtlinien für die Plattform zum Austausch von KI-Trainingsdaten mit Cyberport und der University of Hong Kong.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Ziehen Sie den offiziellen Text zu Rate und holen Sie bei Bedarf eine auf Ihre Situation abgestimmte Beratung ein.