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Rechtliches Update Europäische Union Regulatorische Leitlinien

EDPB veröffentlicht vorläufige Leitlinien zu den Datenschutz- und Privatsphären-Herausforderungen von Smart Glasses

Der Europäische Datenschutzausschuss hat eine Stellungnahme verabschiedet, die vorläufige Leitlinien zu den datenschutzrechtlichen Risiken von Smart Glasses bietet, und einen externen Expertenbericht über deren Auswirkungen auf die Privatsphäre und die Gesellschaft veröffentlicht.

Was sich geändert hat

  • Der EDPB hat eine erste Stellungnahme verabschiedet, die vorläufige Leitlinien für Nutzer, Hersteller und Dienstanbieter von Smart Glasses in Bezug auf die Einhaltung der DSGVO enthält.
  • Die Stellungnahme stellt klar, dass Nutzer als Verantwortliche für die Datenverarbeitung agieren, wenn sie Inhalte öffentlich teilen oder Geräte beruflich nutzen, während rein private Kontexte unter die Haushaltsausnahme der DSGVO fallen.
  • Der Ausschuss hat einen externen SPE-Forschungsbericht veröffentlicht, der die zwischenmenschliche Überwachung, Machtungleichgewichte und die gesellschaftliche Akzeptanz von Smart Glasses untersucht.

Der Europäische Datenschutzausschuss (EDPB) hat eine erste Stellungnahme zu den Herausforderungen von Smart Glasses für die Privatsphäre und den Datenschutz verabschiedet. Die Stellungnahme bietet vorläufige regulatorische Leitlinien für Hersteller, Dienstanbieter und Gerätenutzer und schärft gleichzeitig das Bewusstsein für Privatsphärenrisiken im Zusammenhang mit tragbaren Geräten, die mit Kameras, Mikrofonen und Internetverbindung ausgestattet sind. Neben der Stellungnahme veröffentlichte der Ausschuss einen externen Forschungsbericht mit dem Titel "The connected gaze. Video recording, surveillance and administering evidence in the age of smart glasses", der im Rahmen seines Support Pool of Experts (SPE)-Programms im Anschluss an einen Vorschlag der französischen Datenschutzbehörde (DPA) in Auftrag gegeben wurde.

**Wer betroffen ist und warum es wichtig ist**

Smart Glasses bergen erhebliche Risiken für personenbezogene Daten und individuelle Rechte, da Unbeteiligte ohne ihr Wissen aufgezeichnet werden können. Diese Risiken verstärken sich in sensiblen Umgebungen—wie Krankenhäusern, Schulen und Arbeitsplätzen—oder wenn Aufnahmen Kinder betreffen oder in sozialen Netzwerken geteilt werden.

Die Anwendbarkeit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hängt davon ab, wie das Gerät verwendet wird:

- **Status als Verantwortlicher:** Nutzer, die Fotos oder Videos auf öffentlichen Social-Media-Konten teilen oder Smart Glasses im Rahmen offizieller, beruflicher oder politischer Aktivitäten nutzen, agieren gemäss DSGVO als Verantwortliche.

- **Haushaltsausnahme:** Nutzer, die Medien ausschliesslich mit Familie oder Freunden aufzeichnen oder teilen oder Geräte zur persönlichen Übersetzung in einem privaten Kontext nutzen, üben rein persönliche Aktivitäten aus, auf die die DSGVO keine Anwendung findet. Straf-, Zivil- oder Arbeitsgesetze können solche Nutzungen jedoch weiterhin regeln.

- **Hersteller und Dienstanbieter:** Hersteller und Anbieter verknüpfter Anwendungen können ihre DSGVO-Pflichten nicht auf die Nutzer abwälzen. Sie bleiben Verantwortliche, die verpflichtet sind, die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und sicherzustellen, dass neue Datenverarbeitungen mit dem ursprünglichen Erhebungszweck vereinbar bleiben.

**Wichtige Anforderungen an die Transparenz**

Um Bedenken hinsichtlich unbemerkter Aufnahmen auszuräumen, betont der EDPB die Transparenz. Smart Glasses sollten über visuelle oder akustische Signale verfügen—wie helle LED-Lichter, Audiosignale, Sprachhinweise, Smartphone-Benachrichtigungen oder ein deutliches visuelles Design—, um Unbeteiligten klar zu signalisieren, wenn gefilmt oder fotografiert wird. Der EDPB unterstützt ausserdem Branchenstandards und Sensibilisierungsmassnahmen.

**Datum und Kontext**

Die Stellungnahme wurde während einer EDPB-Plenartagung am 13. Oktober verabschiedet (Jahr im Quellmaterial nicht angegeben). Es werden keine Daten für das Inkrafttreten oder für die spezifische Anwendung genannt.

Wer betroffen sein kann

Hersteller, Dienstanbieter, berufliche und private Nutzer von Smart Glasses sowie von Smart Glasses aufgezeichnete Unbeteiligte in der gesamten EU.

Grenzüberschreitender Kontext

Gilt für Smart-Glass-Hersteller, Anwendungsanbieter und Nutzer, die den EU-Datenschutzgesetzen gemäss DSGVO unterliegen.

Was als Nächstes zu prüfen ist

  • Lesen Sie den Volltext der EDPB-Stellungnahme zu Smart Glasses, sobald dieser vollständig verfügbar ist.
  • Lesen Sie den externen Bericht 'The connected gaze. Video recording, surveillance and administering evidence in the age of smart glasses'.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Ziehen Sie den offiziellen Text zu Rate und holen Sie bei Bedarf eine auf Ihre Situation abgestimmte Beratung ein.

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